21.11.2002 V1.1
Mensch, Gesellschaft und Macht

Teil 2: Hierarchien und Netzwerke 1

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1. Teil: Vorüberlegungen (Faktoren, die das menschliche Handeln beeinflussen)
3. Teil: weitere Zitate rund um die Themen

Inhalt:


7. Hierarchien versus kooperative Netzwerke

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7. Hierarchien versus kooperative Netzwerke

 

 

Der Staat wird aus der Perspektive der Staatsphilosophie als diejenige institutionelle Ordnung verstanden, die innerhalb bestimmter territorialer Grenzen das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen als oberste und letzte Instanz souverän und verbindlich auf der Grundlage des Rechts regelt.

Aristoteles: Aufgabe der Polis sei es, den Raum zur individuellen und gesellschaftlichen Entfaltung des guten Lebens zu sichern. Nötig sei dazu vor allem die Herstellung und Sicherung eines Zustandes der Autarkie. Nach eingehendem Studium aller ihm greifbaren Verfassungen hat Aristoteles nach der Anzahl der Herrscher und den von diesen verfolgten Zielen folgende Staatsformen unterschieden. Als solche, in denen das Handeln der Herrschenden dem allgemeinen Wohl dient, klassifiziert er Monarchie, Aristokratie und Politie. In der einzig auf das Wohl der Herrschenden gerichteten Verfallsform entsprechen diesen Ordnungen die Despotie (oder Tyrannei), die Oligarchie und - entgegen dem heutigen Sprachgebrauch - die Demokratie. Im Verfassungsideal der Politie sollen alle freien und gleichen Bürger an der beratenden und der richtenden Gewalt ebenso teilhaben wie auch in regelmäßiger Abwechslung an der Regierungsgewalt. Den Freien und Gleichen stehen in der Politie des Aristoteles jedoch die von der politischen Beteiligung ausgeschlossenen Unfreien gegenüber.

Die Wende zur neuzeitlichen politischen Philosophie wurde durch Niccolò Machiavelli eingeleitet. Bei ihm steht nicht mehr der Staat als Hort des guten Lebens im Zentrum des Interesses, sondern die strategischen Fragen nach dem Machterwerb und dem Machterhalt des Staates.

Als eigentlicher Begründer der neuzeitlichen Staatsphilosophie gilt jedoch Thomas Hobbes, dessen Staatsdenken - ebenso wie das von Jean Bodin, dem Vater des Begriffs der staatlichen Souveränität - wesentlich geprägt war durch die Erfahrung des Bürgerkriegs. Hobbes leitete die Legitimität staatlicher Gewalt von einem Vertrag her, den alle zum eigenen Schutz miteinander eingingen, um den in der menschlichen Natur begründeten Urzustand des Krieges aller gegen alle zu beenden. Die zentrale Funktion des Staates ist folgerichtig der Schutz seiner Bürger und der Erhalt des Friedens. Zu diesem Zweck stattete Hobbes den Staat mit nahezu unumschränkter Gewalt aus. Sie findet ihre Grenze einzig dort, wo der Staat seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllt
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Ein anderes Bild von dem einem Staat zugrunde liegenden Vertrag und dem diesem vorhergehenden Naturzustand entwarf Jean-Jacques Rousseau. Nach dessen Auffassung spiegelt der Zustand des Kampfes aller gegen alle nicht die ursprüngliche Konstitution des Menschen wider, sondern ist bereits Ergebnis eines unumkehrbaren Verfallsprozesses, in dessen Verlauf sich der Mensch von seiner Natur entfremdet hat. Dessen eingedenk müssen der Gesellschaftsvertrag und die Einrichtung des Staates darauf gerichtet sein, den Verlust der natürlichen Freiheit in der Herstellung der politischen Freiheit als gleichsam einer zweiten Natur des Menschen zu heilen. Nötig dazu sei die direkte Beteiligung eines jeden Einzelnen an den politischen Entscheidungen. Die politische Philosophie Rousseaus verficht mithin das Ideal der Volksherrschaft und ist gegen die Idee eines Repräsentativsystems (siehe Repräsentation) gerichtet.

Von den zeitlich auf Rousseau folgenden Staatsphilosophien haben jene von Immanuel Kant, Georg Friedrich Wilhelm Hegel und Karl Marx (siehe Marxismus) den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. Kant definierte den Staat als die Vereinigung von Menschen unter den Gesetzen des Rechts. Seine ihn auszeichnende Aufgabe sei die rechtliche Sicherung der Freiheit und Gleichheit seiner Bürger. Zu realisieren seien die dem Staat a priori eigenen Ziele in der nach dem Prinzip der Gewaltenteilung (siehe Montesquieu) eingerichteten Republik, in der die Kompetenzen insbesondere von Legislative und Exekutive voneinander getrennt sind. Die Freiheit bildet den Ausgangspunkt auch der politischen Philosophie Hegels, die dieser in wesentlichen Teilen in der Auseinandersetzung mit Kant entwickelte. Das Recht ist nach Hegel der Ausdruck des dem Menschen eigenen Freiheitswillens, der Staat die Verwirklichung der sittlichen Idee.

Im 20. Jahrhundert wurde die politische Philosophie zunächst von zwei verheerenden Kriegen, von der Erfahrung des absoluten, alle Bereiche des Lebens durchdringenden und bestimmenden, totalitären und faschistischen Staates geprägt. Die Auseinandersetzung mit der Idee des Sozialismus vollzog sich vor dem Hintergrund der Erfahrung des real existierenden Sozialismus.
Die Philosophie des Gesellschaftsvertrags hat durch die Arbeiten von John Rawls seit den späten siebziger Jahren neue Impulse erhalten. In Deutschland ist die Hegel'sche Problematik von Moralität und Sittlichkeit insbesondere von Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas aufgegriffen worden. Im Rahmen der Diskursethik wird insbesondere die Frage nach einem gerechten Entscheidungsverfahren zu beantworten versucht.
Außerdem drängen sich seit den siebziger Jahren, angestoßen durch die Erfahrung einer fortschreitenden Zerstörung der Lebensgrundlagen, auch ökologische Fragen immer mehr in den Vordergrund. Aus dieser Perspektive wird etwa die Frage, was wir wissen können, als Frage nach dem, was wir verantworten können, zu einer der zentralen Fragen der politischen Philosophie.
(Quelle Andreas Vierecke)

"Michail Bakunin:
Ablehnung jeglicher Staatsform, selbst die republikanischste und demokratischste (auch Marx‘ Volksstaat), da immer eine Unterdrückung des normalen Volkes gegeben ist.
Das Volk jedoch braucht "die freie Organisation der eigenen Interessen von unten nach oben, ohne jede Einmischung, Bevormundung oder Nötigung von oben".
Das Ideal des Volkes wird durch das Ende aller Not, das Ende des Elends, die volle Befriedigung aller materiellen Bedürfnisse (durch kollektive Arbeit) und das Ende der Herren und jeglicher Herrschaft erzielt.
Aufgrund der Ablehnung der Idee des Staates bleibt nur die Anarchie, d.h. die selbständige, freiheitliche Organisation aller Einheiten und Elemente, die die Gemeinden bilden.
In ferner Zukunft erfolgt schließlich die Verbrüderung aller Menschen, die "über die Trümmer aller Staaten triumphiert".

Beide Gesellschaftsmodelle, Hierarchie und kooperatives Netzwerk existieren nicht in Reinform. In einer sozialistischen Diktatur funktioniert (oder sollte wenigstens) die Wirtschaft kooperativ, aber die Politik nicht. Eine Demokratie ist zumindest von der Idee her ein kooperatives Netzwerk, aber der Kapitalismus nicht. In einem hierarchischen Staatsapparat kann mir niemand verwehren mit meinen Freunden ein koopeartives Netzwerk zu bilden. In einem Netzwerk kann ich auch eine militante, hierarchische Wehrsportgruppe führen. Auch in Kooperationen kann man Aggressivität und Gewalt nicht verhindern, sowie Hierarchien ihre Machtstrukturen auch mit manipulativen Mitteln installieren und erhalten. Wahrscheinlich bleibt das männliche und weibliche Prinzip immer vermischt, solange es Männer und Frauen gibt, wobei sowohl Männer als auch Frauen nach beiden Prinzipien handeln können (s.o) Der Einfachheit halber werden hier zwei Extremfälle gegeneinander gestellt, auch wenn die meisten Staaten mehr oder weniger Mischformen sind.

 

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Hierarchien

"Die Schimpansen bilden, so wie wir auch, Gesellschaften vom Typ "Verschmelzung-Trennung". Verschmelzung, da wir in Gemeinschaften leben, die sich aus mehreren männlichen und weiblichen Erwachsenen bilden, was ziemlich selten ist, und die bevozugte Beziehungen mit bestimmten Individuen pflegen; Trennung deshalb, weil wir aus unterschiedlichen Bedürfnissen heraus auseinander gehen.
Schimpansen betreiben auch Politik. So kann kein männliches Tier Macht nur mit Hilfe von Gewalt ausüben: Setzt sich ein Tyrann durch, wird er eines Tages gestürzt und dafür bestraft. Jane Goodall (* 1934), die berühmteste Schimpansenforscherin untersuchte erstmals längere Zeit das Verhalten frei lebender Schimpansengruppen. Sie stellte fest, dass diese auch den Mord an Artgenossen kennen.
Schimpansen sind gesellige Tiere, aber sie Teilen ihre Nahrung nicht mit anderen. In diesem Punkt, und wahrscheinlich nicht nur in diesem, sind sie sehr egoistisch. Man kann ihnen zwar anderes Verhalten antrainieren, von sich aus tun sie es aber nie. Die Schimpansen-Herren scheinen beim Paarungsverhalten weniger vornehm zu sein. Den Zutritt zur Paarung verschaffen sie sich hin und wieder auch mit blanker Gewalt. Wo, wie in Schimpansengesellschaften, Männchen an der Spitze stehen und eine entsprechend aggressive Sexualität bis hin zu Wutkopulationen bei Gruppenbegegnungen oder eine gegenseitige Kastration bei Statuskämpfen zu beobachten ist, müssen Weibchen listig sein. Da einige Oberaffen für gewöhnlich die neugeborenen Nachkommen ihrer Vorgänger (also letztlich deren Gene) töten, täuschen schwangere Schimpansinnen den Nachfolgern eine Scheinbrunst vor und wiegen so die neuen Herren im Glauben, das Nachgeborene stamme von ihnen."
(Quelle unbekannt)

Beschreibung

Ein hierarchisches System stellt man sich meist wie eine Pyramide vor. Die Macht nimmt von oben nach unten ab. Es gibt Unterschiede darin, wie viele Zwischenschichten vorhanden sind, wie viele Leute eine Schicht beinhaltet und die Machtsteigerung kann steil oder flach verlaufen. An der Spitze der Pyramide befindet sich ein einzelner Diktator oder eine ganze Führungsgruppe.
Gerade in Krisen jeder Art (Armut, Bedrohung von außen), haben Hierarchien eine besonders gute Chance, sich zu etablieren. Der Ruf nach den mutigen Heilsbringern, die die Gesellschaft zum Besseren umgestalten und die Verantwortung für Schutz und Regelwerk gewillt sind zu übernehmen, wird um so lauter, je unzulänglicher und ohnmächtiger sich der Einzelne in seiner Situation fühlt. Völker, die von der Eroberung anderer Kulturen leben, sind zwangsweise hierarchisch und patriarchalisch organisiert, da hier die Kampfkraft die wichtigste Überlebensstrategie darstellt. Für einen Angriffskrieg ist immer eine streng organisierte hierarchische Struktur von Vorteil, die sich strategisch besser planen lässt. Dass der erhoffte Heilsbringer diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht auf sich nimmt, ohne persönliche Vorteile daraus zu ziehen, ist sicher den meisten klar. Macht bedeutet, sich mehr Ressourcen, Freiheiten, Bequemlichkeiten und Vergnügungen verschaffen zu können, die man anderen nicht zugesteht. Solange aber für die Gesamtbevölkerung unterm Strich die Lage besser wird, wird der Eigennutz der Herrscher meist respektiert oder zumindest in Kauf genommen. Hat sich die Machtstruktur einmal festgesetzt, wird es jedoch schwierig, dem Herrscher seine Privilegien wieder zu nehmen und für ihn einfacher, sich noch mehr Eigennutz zu gönnen, da er sich natürlich entsprechende Sicherheiten geschaffen hat, die seine Position festigen. Oft hilft nur noch, was aber Einigkeit und die Möglichkeit der Organisation und Koordination bedarf, der revolutionäre, gewaltsamer Sturz der Herrschenden. Dort, wo die Herrschaft nicht zu Armut und Unterdrückung führt, weil immer noch mehr als genug für alle da ist, hat das Herrschaftssystem einen geringeren Einfluss.

Macht

Bestimmen darf in der Hierarchie der, welcher sich oben befindet über die, welche weiter unten sind, unabhängig von seiner Kompetenz in Sachen Führungsqualitäten oder Staatsverwaltung. Nicht selten eroberte sich in der Geschichte ein regelrechter Psychopath die Spitzenposition. (Nero, Hitler…). Manchmal ziehen die eigentlichen Herrscher im Hintergrund die Fäden und installieren eine repräsentative Machtmarionette. Die Mehrzahl der Untertanen hat meist kaum bis keine Mitbestimmung, je nach Hierarchiestufe und bezahlt über Steuern Tribut für Dienste, die ihnen nicht dienen, zum Beispiel der Schutz, denn auch wenn das Land von einem neuen Herrscher erobert wird, ändert sich für die Untertanen oft nichts, nur der Herr, der sie ausbeutet, ist ein anderer. In früheren Monarchien hatten sie noch den Vorteil, dass der Palast weit weg und die Wege mühsam waren, sodass sich Einzelne dem Einfluss des Machtapparates entziehen konnten. Gleichsam waren die Gewaltmittel (Waffen) weniger effektiv. Hobbes und Locke konnten sich gar vorstellen, dass ein Herrscher souverän sein könnte, also im Interesse seines Volkes handelt. Zumindest gibt es Märchen von gutmütigen Königen. Eher könnte man aber sagen, dass es üble und weniger üble Machthaber gibt. Am schlimmsten sind sicher die machtbesessenen, selbstherrlichen und größenwahnsinnigen Tyrannen, auf deren willkürlich schizophrene Anweisungen, man sich nicht einmal verlassen kann. Wie sagt die Psychologie: Andere erniedrigen, um sich selbst zu erhöhen, was in Wahrheit vermuten lässt, dass eine komplexbeladene Persönlichkeitsstörung vorliegt. Die Staatswelt wird nicht selten zur Spielwiese der Mächtigen, die rücksichtslos und skrupellos in ihrer Gier nicht einmal bemerken, wie viel vom "unbedeutenden" Fußvolk, sie schon unter den Schuhsohlen kleben haben.

Stabilität

Hierarchien können recht stabile Systeme sein, wenn sie geschickt geführt werden. Da in einem solchen System der Konkurrenzdruck meist allgemein groß ist und auch der Leidensdruck des Untersten, muss der Herrscher jederzeit mit einem Dolch im Rücken rechnen, denn Macht erzeugt Neider aber auch ehrliche Gegner. Die dringend notwendige Absicherung des Systems besteht meist aus einer Mischung aus Druckmitteln, die Angst erzeugen, mit Hilfe von schlagkräftigen Armeen, Bestrafungsmaßnahmen bei Ungehorsam, Belohnung bei Gehorsam, Kontrolle, Monopolisierung von Informationen (dazu zählt aus, die Bevölkerung auf einem möglichst niedrigem Bildungsniveau zu halten) und Manipulation. Eine Hierarchie setzt dabei meist mehr auf Bestrafung, als auf Belohnung. Die Manipulation ist so durchschaubar wie wirksam. Das Bild der vermeindliche Gefahr durch Feinde oder Verhungern muss für die Perspektive der Bevölkerung aufrecht erhalten bleiben, um der Machtposition eine gewisse Legitimation zu erhalten. Feindbilder werden propagiert. Der Herrscher gibt vor zum Wohle der Allgemeinheit zu regieren und gibt sich gelegentlich wohltätig. Androhungen von Strafen und die gelegentliche Demonstration ihrer Verwirklichung schüren Angst und Ohnmacht. Opportunismus und Verrat zahlen sich aus, denn zur Belohnung steigt man in der Hierarchie auf und bekommt ein größeres Stück vom Kuchen. Diese Anbiederung an die Machthaber ist wohl eine Form von Bestechung. Wer die Macht unterstützt, erlangt seinerseits Vorteile im System, wer sie nicht unterstützt oder gar bedroht, wird unterdrückt. Dieses Bestrafungs- und Belohnungs-System sabotiert meist mit Erfolg die Gefahr eines Volksaufstandes. Es zerreißt die Gruppenstruktur, erzeugt gegenseitiges Misstrauen und wirkt der Gefahr, dass sich die gemeinsamen Kräfte der viel bevölkerungsstärkeren unteren Hierarchiegruppen zusammenraufen, entgegen. [x1.1x] Wichtig für das Funktionieren dieses Mechanismus ist die menschliche Eigenart, seine moralische Verantwortung an Vorgesetzte abzugeben. In einer hierarchischen Befehlsstruktur wird den Untergebenen keine Eigenverantwortung zugestanden. Sie haben immer nur Teilaufgaben und das Befolgen von Befehlen enthebt sie des eigenen moralischen Handelns. Der Zugführer eines Gefangenentransportes hat nur die Verantwortung über die Fahrt, aber nicht darüber, ob die Gefangenen "schuldig" sind und was mit ihnen passiert, wenn sie am Zielort angekommen sind. Er kann also die moralische Verantwortung für seine Tat auf die Befehlshaber (die sich widerum mit der Ausführung von Befehlen von noch höheren Befehlshabern der eigenen Verantwortung entziehen können) abwälzen und sich für Vorheriges und Zukünftiges mit Unwissenheit herausreden. Siehe auch das "Milgram-Experiment" mehr. Gleichzeitig verändern sich in einem totalitärem System die Moralvorstellungen. Grausamkeiten werden für "notwendig" erachtet, um angeblich Schutz und Ordnung zu sichern. Hierzu ist die Schaffung von Feindbildern b.z.w. Sündenböcken zuträglich, die angeblich den Staat bedrohen und zerstören wollen. Die Herrschaft wird als "gottgegeben" propagiert und verkörpert das "Gute", was seine Macht daraus rechtfertigt, dass es angeblich die wohlwollende Verantwortung für die Bevölkerung übernimmt. Verrat an der Herrschaft wird so zum Verrat an der Allgemeinheit stilisiert.

Hierarchische Systeme sind starr, da sie die Regeln nicht nach den wandelnden Bedürfnissen ihrer Bürger ausrichten, sondern alle Bürger unter die Staatsregeln unterordnen. Stagnation ist die Folge.

Krieg

[x1.1x] Was den Krieg gegen andere Völker angeht, bewährt sich die Befehlsstruktur und die darin eingegliederten Einzelnen ohne eigene Verantworlichkeit als besonders kriegstüchtig. Der einzelne Soldat wird zum gut funktionierendem Rädchen im Getriebe und für seine Tapferkeit mit Orden belohnt. Eigenes verantwortliches Denken gilt als Feigheit und Verrat an der Gemeinschaft. Angriffskriege können so gut geführt werden, vor allem, wenn man einen solchen Krieg als Notwendigkeit einer vorsorglichen Verteidigung gegen einen möglichen zukünftigen Feind propagiert oder als notwendige Maßnahme für Überleben oder Wohlstand des eigenen Volkes. Da durch den Verzicht auf Eigenverantwortung der Einzelnen auch ein Verzicht auf selbstbestimmte Leistung einhergeht, verhindern solche hierarchischen "Ameisenstaaten" das Wirken von kreativen Errungenschaften ihrer Mitglieder. Solche Staaten sind meist wenig innovativ, weil mündiges Selberdenken der Mitglieder und damit Meinungsfreiheit, eine zu große Gefahr darstellt. So sind solche Staaten oft auf Expansion durch Krieg und Kolonialisierung angewiesen, um ihre Ressourcen zu sichern, die sich eben nicht aufgrund innovativer Techniken sichern oder erhöhen lassen. Manchmal werden auch Wissenschaftlern besondere Privilegien eingeräumt, um sie für Staatszwecke einzubinden. Oft sind diese geballten Heere von nicht selbständig denkenden Soldaten in kriegerischer Strategie und Kampfkraft, zivilisierten und kultivierten, freieren Gesellschaften im Kriegsfall überlegen. Eine freiheitliche Hochkultur wird ihrerseits nicht die Risiken eines Angriffskrieges, der wegen eigener Innovationen für den Fortschritt nicht nötig ist, möglichst vermeiden, um den erlangten Wohlstand und die Freiheit nicht zu gefährden. Sie werden außenpolitisch eher auf diplomatische Kooperation setzen.

Koordination

Die Koordination einer Hierarchie ist recht einfach. Nach oben buckeln und nach unten treten, verweist die Mitglieder in ihre Position und schafft ein Kommunikationssystem, in dem die Befehlsform vorherrscht. Da Regeln auch willkürlich von einer oder wenigen Personen erlassen und geändert werden können, gibt es hier nicht viel zu koordinieren. Da das Volk kaum oder gar nicht mitbestimmen kann, braucht man weder Meinungsumfragen, noch Feingefühl, um ein Ordnungssystem zu schaffen und zu erhalten. In gewisser Weise angenehm könnte auch die Tatsache sein, dass wir es in Hierarchien mit klaren Strukturen und einer kleinen Gruppe von Entscheidern zutun haben. Sieht man von möglichen psychischen Persönlichkeitsspaltungen der Machtinhaber ab, so bietet es verlässlich einschätzbare immer gleiche Personen in immer derselben Anordnung und Befehlsrichtung. Das macht es durchschaubarer und für den Einzelnen einfacher, zu wissen, wie er sich am sichersten verhalten muss. Auf der anderen Seite fehlt den Herrschenden das Feedback von unten, was sie auch meist herzlich wenig interessiert.

Von Gerechtigkeit braucht man hier nicht zu sprechen. Wenn man noch als gerechten Tausch, Entscheidungsbefugnis gegen Verantwortlichkeit betrachten kann, sind die Gelegenheiten einfach zu günstig, sich die Entscheidungsbefugnis einzuverleiben, während man die Verantwortung nach unten abwälzt. Nicht die Herrscher duellieren sich und tragen damit das Tribut ihrer Stärkeposition, sondern das Volk wird in den Krieg geschickt. Nicht die Herrscher leiden an Fehlwirtschaft in der Versorgung mit Ressourcen, sondern die Bevölkerung. "Es wird unter euch viele Opfer geben, aber das muss ich in Kauf nehmen." frei nach Futurama.

Demokratie/Wirtschaft

Auch unsere Demokratie, die von der Idee her den kooprativen Netzwerken entspricht, hat hierarchische Aspekte. (Direkte Demokratie würde eher den kooperativen Netzen entsprechen. Darum sind auch vielleicht so viele Frauen bei den Grünen, denn zumindest die Fundis stehen auf direkte Demokratie oder standen zumindest mal). Der demokratische Staatsapparat, der eigentlich auf Vertrauensbasis aufbaut ist auch nicht gefeit vor Manipulation, Informationsunterdrückung, Kontrolle und Willkür. Festgeschriebene Gesetze, besonders das Grundgesetz (Verfassung), begrenzte Legislaturperioden, parlamentarische Mitbestimmung und Gewaltenteilung dämmen die Machtmöglichkeiten allerdings ein und schaffen zumindest eine Abmilderung von Ungerechtigkeit, mit der es sich scheinbar gut genug leben lässt, um nicht aufzubegehren. Bei der kapitalistischen Marktwirtschaft, die über soziale Zusätze ein wenig ausgeglichen und zur sozialen Marktwirtschaft wird, sieht es schon düsterer aus. Geld ist Macht, denn wer die Ressourcen unter Kontrolle hat, kann über ihre Verteilung bestimmen und über das Bestrafungs/Belohnungssystem, vor allem über Korruption oder Androhung, die Mittel nicht oder nur erschwert zur Verfügung zu stellen, auch politischen Einfluss gewinnen. Hier sei noch angemerkt, dass das politische System, dem Wirtschaftlichem übergeordnet ist, sodass es einen wesentlichen Unterschied macht, welches von beiden Systemen hierarchisch aufgebaut ist.

"Ein Grund für die Schwierigkeit, das Wirken des Zinsmechanismus auf unser Geldsystem vollständig zu verstehen, liegt darin, dass er zu einem Teil verdeckt wirkt. Die meisten Menschen glauben, dass sie Zinsen nur dann bezahlen, wenn sie Geld borgen und dass sie nur das Geldborgen vermeiden müssen, wenn sie keine Zinsen zahlen wollen. Das ist nicht so, denn in jedem Preis, den wir bezahlen, sind Zinsanteile enthalten. Das sind die Zinsen, die die Produzenten von Gütern und Dienstleistungen der Bank zahlen müssen, um Maschinen, Gebäude usw. anschaffen zu können oder die Zinsen, die sie für ihr Eigenkapital bekämen, wenn sie es der Bank als Spareinlage oder zur sonstigen Anlage überlassen würden. Der Anteil schwankt bei den Gütern und Dienstleistungen, die wir kaufen, entsprechend der Höhe des jeweiligen Kapitaleinsatzes.
Eine weitere Fehlvorstellung über unser Geldsystem könnte so formuliert werden: Weil jede/r Zinsen bezahlen muss, wenn er/sie sich Geld leiht und Güter oder Dienstleistungen kauft und weil jede/r Zinsen bekommt, wenn er/sie Geld spart, geht es uns allen gleichermaßen gut (oder schlecht) mit dem gegenwärtigen Geldsystem. Auch dies stimmt nicht. In der Tat besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen denjenigen, die in diesem System gewinnen und denjenigen, die bezahlen. Wir haben also mit dem Zins als Umlaufsicherung in unserem gegenwärtigen Geldsystem eine versteckte Umverteilung von Geld, welche nicht auf Leistung beruht, sondern darauf, dass jemand die freie Marktwirtschaft, d.h. den Austausch von Waren und Dienstleistungen, durch Zurückhalten des Austauschmittels behindern kann und für diese Behinderung auch noch belohnt wird. Und so wird ironischerweise ständig Geld verschoben, von denjenigen, die weniger Geld haben als sie brauchen, zu denen, die mehr Geld haben als sie benötigen. Der Mechanismus von Zins und Zinseszins erzeugt nicht nur den Antrieb für ein pathologisches Wirtschafts- und Geldmengenwachstum, sondern arbeitet auch, wie Dieter Suhr aufgezeigt hat, gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Individuen in den meisten Ländern. Wenn eine Verfassung gleichen Zugang der Individuen zu allen Dienstleistungen der Regierung garantiert - und das Geldsystem kann als solche aufgefasst werden, dann ist es illegal, wenn in diesem System 10% der Bevölkerung aus dieser Dienstleistung ständig mehr erhalten als sie bezahlen und das auf Kosten von 80% der Bevölkerung, die entsprechend weniger erhalten als sie dafür bezahlen."

"Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen Kosumgütern und nicht reproduzierbarem Grund und Boden, der, soweit knapp, immer ein konsumierbares Nettoeinkommen abwerfen wird."
(Quelle http://www.systemfehler.de/)

Arbeit

Hierarchische Systeme existieren in unserer Arbeitswelt, mit Einschränkungen durch Arbeitnehmerschutz. Auch unsere Schulen sollen scheinbar mehr auf Hierarchie vorbereiten, als auf mündige Mitbestimmung als aktiver Bürger einer Demokratie.
Eine positive Auswirkung von Konkurrenz kann man im Ansporn zu höheren Leistungen durch Wettbewerb sehen, denn Leistung wird belohnt. Sind aber die wirtschaftlichen Hierarchien weitesgehend undurchlässig, sodass es für einen Untergebenen unmöglich ist (oder nur begrenzt möglich), aufzusteigen (in einer Feudalherrschaft werden alle Nicht-Adeligen von vornherein ausgeschlossen), dann führt es im Gegenteil zur Lähmung, da Leistung weniger durch Belohnung (höheres Einkommen, mehr Macht), also Eigenmotivation, sondern durch Zwang erzeugt wird. Hier wird deutlich, dass zu wenig Flexibilität ein System unstabil macht, da es die ständig nötige Anpassung an sich ständig verändernde Situationen nicht gewährleistet. (Beton und Eisenverstrebungen)
Eine generelle Frage stellt sich hier ganz dringlich: Ist es überhaupt richtig und erstrebenswert der Strategie des immer mehr, weiter, höher und besser Vorschub zu leisten, durch die Förderung von Wettbewerb? Ist genug nicht ausreichend, anstatt ständig und gestresst nach Vermehrung zu streben mit der kritischen Frage, wo das eigentlich hinführen soll? (Schneller Verbrauch von Rohstoffen, Umweltverschmutzung, ungerechte Verteilung der Güter).
[x1.1x] Machtpositionen in der Wirtschaft werden oft nicht aufgrund von Kompetenz und innovativer Energie erlangt, sondern durch Bluff, despotisches Auftreten und Anbiederung an noch Mächtigere. Die Wirtschaft richtet sich also nicht an der selbstbestimmten, motivierten Eigenkompetenz aller Mitglieder aus, sondern unfähigen Machtfetischisten wird hier Tür und Tor geöffnet. Die Angestellten arbeiten wie Fliesbandarbeiter, ohne ihre eigenen Ideen und Engagement für den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt einsetzen zu können. Hier werden kreative Potentiale zum Zwecke der Machterhaltung vergeben.

Fazit

Zu viel Förderung von Konkurrenzverhalten, ganz vermeiden kann man es kaum, schießt oft schnell über das Ziel hinaus. Es kann mehr zerstörend wirken, als fortschrittsfördernd zu sein, sodass es die Personen, die es eigentlich zu schützen gilt, in Mitleidenschaft zieht (Kriege), anstatt zu mehr Sicherheit und Erhalt von Lebensgrundlagen zu führen. Die eigentliche Schutzfunktion, die ein Mächtiger seinem Volk bietet, ist in Wahrheit nicht selten vor allem der Schutz vor dem Herrscher selber (vergleichbar Schutzgelderpressung) gegen einen imaginären Feind (Feindbildmanipulation, Förderung von Ressourcenknappheit). Die Schutzfunktion der Männer wird paradox, wenn sie gleichzeitig das sind, wovor die Frauen am meisten Angst haben müssen.

Selbst wenn sich in vielen Industriestaaten Demokratien etabliert haben und Hierarchien flacher verlaufen, hat sich schon lange eine globale Hierarchie installiert, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht, was sich aber natürlich auch auf politisches Handeln auswirkt. Zwischen Herrschern und Untertanen gibt es nun nationale Grenzen, welche die Souveränität und damit das Selbstverschulden ihrer Situation vortäuschen. Das Problem der Abgrenzung von hierarchischen Schichten außerhalb einer Nation wird erleichtert, denn dass die anderen nicht zu uns gehören, wir nicht für sie verantwortlich sind, sie bestenfalls mit uns kooperieren und schlimmstenfalls unseren Wohlstand für sich zu erobern trachten, ist hier viel leichter zu vermitteln, als innerhalb einer Nation.

"Ein wesentliches Merkmal der Struktur des gegenwärtigen gesellschaftlichen Wandels ist der sowohl von Politik als auch von Wirtschaft betriebene, direkte Austausch politischer Entscheidungsfindung (die bislang im Rahmen der repräsentativen Demokratie nationalstaatlich koordiniert war) durch wirtschaftliche Prozesse, die zum Nutzen von transnationalen Unternehmen von überstaatlichen Instanzen wie der WTO, Weltbank oder IWF erzwungen werden. Bemerkenswert ist hierbei, dass weder die Konzerne noch die Institutionen über irgend eine demokratische Legitimation verfügen und die Beschlüsse über solch schwerwiegende Maßnahmen ohne öffentliche Debatte geführt werden.
In einer Epoche, in welcher der Akkumulationsmodus des Kapitals von der Erwirtschaftung des Profits aus Erlösen der Produktion weitgehend abgekoppelt und auf den "shareholder value" ausgerichtet wurde, ist gleichzeitig die Tendenz zur Suspendierung der politischen Souveränität durch eine sich zunehmend totalitär gebärdende Ökonomie zu beobachten, die sich nicht mehr dem politische Mehrheiten beschaffenden Staatsbürger zu stellen braucht, sondern seinen Vorständen und bestenfalls seinen Aktionären noch Rechenschaft schuldig ist. Die Folgen sind eine immer hemmungslosere Ausdehnung des Prinzips der Profitmaximierung auf bislang kommerziell ungenutzte Gebiete, die Einschränkung der staatlichen Gestaltungshoheit in wirtschafts- und sozialpolitischen Belangen und damit einhergehend die Verringerung der Möglichkeiten der Bürger, regulativ auf die politischen Vorgänge einzuwirken."
( Reinhard Jellen, http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/13589/1.html )

Hierarchien und das männliche Prinzip

"Der Mann genügt sich selbst nicht, er muss Türmchen bauen ..."

Gemeint ist das männliche Prinzip, was man (s.o) nicht einfach Männern zuweisen kann, sondern was gleichfalls von Frauen übernommen werden kann. Die Machtgesten so mancher Staatsoberhäupter erinnern oft auffällig an das Imponiergehabe von Alphamännchen in einer Schimpansenhorde. Sollte das purer Zufall sein? Zur Erinnerung: Das männliche egoistische Gen zieht erhebliche Vorteile aus Vormachtstellung und Verdrängung oder Unterdrückung von Konkurrenten. Natürlich ziehen, je nach Gesellschaftsform und Selbständigkeit, auch Frauen Vorteile aus Konkurrenzverhalten, allerdings kaum für ihre Genverbreitung, also nicht biologisch, sondern mehr gesellschaftlich bedingt. Hierarchien sind die gesellschaftlich legitimierte und stabilisierte Form von Konkurrenzkampf. Was der mächtige Pascha, der, je mächtiger und reicher er ist, ein umso größeres Harem besitzt, ganz offensichtlich zur Schau stellt, nämlich, dass er die Macht zur bevorzugten Verbreitung seiner Gene besitzt, äußert sich in Herrschaftssystemen, in denen die Polygamie aus moralischen Gründen verpönt ist, über die generelle Machtposition. Auch hierzulande ist es Gang und Gebe, dass Manager großer Firmen nach dem Geschäftsessen den Geschäftspartnern eine Runde Bordell spendieren. Das hiesige Bordell heißt wohl sicher nicht rein zufällig "Pascha".

Natürlich kann man nicht einfach Herrschaftssysteme mit der Funktionsweise des egoistischen Gens gleichsetzen. Es gibt aber meiner Ansicht nach einige gravierende Bezüge. Man denke zum Beispiel daran, dass in Kriegen die einfallenden Soldaten die heimischen Frauen vergewaltigen. Mit dem Sexualtrieb, der ja in Wahrheit ein normales Gefühl ist und um so stärker wird, je mehr Sex jemand hat (also das Gegenteil der "Samenstau"-These), kann man dieses fast übliche Verhalten nicht erklären und außerdem sind Frauen gleichfalls von diesem Trieb betroffen, vergewaltigen aber nicht (möglich dass es in seltenen Fällen vorkommt). Man kann dieses Verhalten aber sehr gut damit erklären, dass die Sieger sich der Frauen der Besiegten bemächtigen, eine Art Demonstration des Übergriffs ihrer Gene. Früher wurden die Frauen des Besiegten direkt entführt und versklavt. Auch das Töten der Nachkommen des besiegten Rivalen bei Schimpansen, die biologisch nun mal recht nah mit uns verwandt sind, ist über das egoistische Gen leicht erklärbar und auch Stiefkinder erfahren selten eine gleichberechtigte Behandlung mit eigenen Kindern.

Der Kapitalismus, mit dem immanenten Ziel des Wirtschaftswachstums, folgt dem Quantitätsprinzip. Auch herrscht in der Hierarchie das strategische Denken vor, werden pragmatische Entscheidungen der Vielfältigkeit sozialer, intuitiver Entscheidungen vorgezogen. Verschiedene Meinungen werden durch regide Gebote erdrückt, die nicht nach den Bedürfnissen des Einzelnen fragen. Männer vollziehen häufiger eine klarere Trennung von Sachlage und Emotionen. Sie beziehen sich auf das eine oder das andere, nicht beides zusammen. Daher können sie besser strategisch denken, was einem eher linearen stufenweise vorgehenden Denkprozess entspricht.
Die hierarchischen Stufen sind mehr oder weniger starr und geordnet. Sie erlauben weniger Flexibilität. Männer drohen öfters mit Gewalt und in Hierarchien siegt im Zweifel die strategische Aggressivität. (Der Stärkere setzt sich durch) Gewaltherrschaften sind immer Hierarchien, denn Hierarchien sind die gesellschaftlich legitimierte Form von egoistischem Durchsetzungsvermögen. Sie stabilisieren Ungerechtigkeit.

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